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Die Schweizer Bevölkerung hat sich klar zu einer starken SRG bekannt – auch dank dem Sportkomitee gegen die Halbierungsinitiative. Der Sport muss bei der neuen SRG-Konzession deshalb gestärkt werden.
ABSTIMMUNG 8. MÄRZ 2026
Die Halbierungsinitiative wollte die SRG-Gebühren auf 200 Franken kürzen – mit drastischen Folgen für die Sportberichterstattung: weniger Live-Übertragungen, weniger Sichtbarkeit für Nachwuchs-, Frauen- und Parasport, weniger Bühne für kleinere Verbände. Das Sportkomitee gegen die Halbierungsinitiative hat sich dagegen gewehrt – mit über 100 Sportlerinnen und Sportlern sowie mehr als 60 Verbänden und Organisationen an Bord. Am 8. März 2026 hat das Schweizer Stimmvolk die Initiative mit fast 62% klar abgelehnt. Wie die Kampagne dazu beigetragen hat, zeigt der Rückblick.
Sport braucht Sichtbarkeit
Bundesrat Rösti stellt in den Raum, den Sport bei der SRG in der neuen Konzession zu schwächen. Das wäre ein fataler Fehler – für den Breiten-, Nachwuchs- und Spitzensport gleichermassen. Das Sportkomitee setzt sich dafür ein, dass der Sport bei der SRG nicht nur erhalten, sondern gestärkt wird.
Nur die SRG garantiert Sportübertragungen in allen vier Sprachregionen ohne Bezahlschranke.
Mediale Präsenz ist die Basis für Sponsoring und Mitgliederwachstum kleinerer Verbände.
Die SRG teilt Rechte aktiv mit privaten Medien. Sie ist Ermöglicher, nicht Verdränger.
Gemeinsame Sporterlebnisse stärken die nationale Kohäsion über Sprach- und Regionsgrenzen.
Unsere Forderungen
Die SRG muss auch in Zukunft garantieren, dass die grossen internationalen Wettbewerbe und die Auftritte der Schweizer Nationalteams und Sportlerinnen und Sportler für die gesamte Bevölkerung frei zugänglich bleiben.
Auch kommerziell weniger erfolgreiche Sportarten brauchen eine verlässliche Bühne. Sichtbare Vorbilder in allen Sportarten sind die Basis für den Nachwuchs und Breitensport.
Der Frauensport hat in der SRG in den letzten Jahren laufend an Bedeutung gewonnen. Dieser eingeschlagene Weg muss konsequent fortgesetzt werden.
Der Parasport verdient eine dauerhafte und prominente Bühne – wie aktuell bei den Winter-Paralympics. Die SRG steht in der Pflicht, die Inklusion im Sport durch eine kontinuierliche Berichterstattung aktiv zu fördern
Sport muss in allen vier Landessprachen mit eigener redaktioneller Aufbereitung verfügbar sein.
In vielen europäischen Staaten wandert Sport zunehmend ins Pay-TV ab. In Deutschland sind Grand Slams wie Wimbledon oder die US Open nicht mehr frei verfügbar. Von der Fussball-WM werden nur noch 60 von 104 WM-Spielen im Free-TV übertragen. In Norwegen sind die meisten Ski-Weltcuprennen im Pay-TV. Die Schweiz soll diesen Weg nicht gehen.